Abschlussbericht

Wer wir sind

Wir sind eine Gruppe von sieben Studierenden aus Coburg und München, die sich mit dem Wunsch zusammengetan haben, in Hinblick auf die Situation von Geflüchteten in Griechenland und auf der Balkan-Route von September bis Dezember 2017 aktiv zu werden. Zu fünft machten wir uns im September 2017 auf den Weg. Mittlerweile liegt die aktive Hilfe einige Zeit hinter uns. Der Abschlussbericht dient dazu, Euch einen Überblick über unser Erlebtes sowie Meilensteine des gesamten Projektverlaufs zu geben. Außerdem möchten wir Euch gerne unsere Ideen für die Zukunft vorstellen.

Zeitlicher Verlauf des Projektes

Unser Projekt lässt sich in drei Phasen unterteilen – die Vorbereitung, die aktive Hilfeleistung vor Ort und die Nachbereitung bzw. Zukunft. Im Weiteren folgt nun ein Rückblick zu den ersten zwei Phasen. Hauptsächlich werden hierbei unsere Meilensteine betrachtet.

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Vorbereitung

März bis Ende Mai

Am 21. März 2017 trafen wir uns, mit der Absicht gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, zum ersten Mal. Hier erkannten wir, dass uns alle der gleiche Wunsch vereinte. Wir wollten nicht mehr nur zusehen, sondern aktiv Geflüchtete und Projekte unterstützen. Bereits bei unserem zweiten Treffen entwickelten wir die Idee dies vier Wochen in Griechenland und sechs in Serbien zu tun. Auch räumten wir uns einige Zeit ein, um flexibel und nach Bedürfnislage zu handeln. Schnell wurden unsere Treffen wöchentlich. Zu Beginn bestand der Fokus darin, über die verschiedenen Länder und die Situation vor Ort zu recherchieren, die Informationen zusammenzutragen und über Ideen bzw. Themen zu diskutieren. Die Themenschwerpunkte lagen vor allem bei folgenden Punkten: Route, Projektfindung, Ziele, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsgründung.

Juni bis Ende August

Nachdem wir erkannten, dass wir auf die Schnelle keinen Verein gründen konnten, schlossen wir uns dem gemeinnützigen Coburger Verein „Schmetterlingseffekt e.V.“ an. Zur gleichen Zeit entstand unser Konzept. Am 13. Juli gingen wir mit unserer Homepage und Facebookseite online und erste Spenden erreichten uns. Zudem trugen wir weiterhin Informationen zusammen und recherchierten. Unsere Route festigte sich allmählich. Auch hatten wir erste Termine mit Zeitungen (Neue Presse Coburg, Coburger Tageblatt) und Radiointerviews (Radio Cosmo, Radio Feierwerk).

Anfang bis Ende September

Anfang September entschieden wir uns für das erste Projekt in Griechenland – Habibi.Works. Auch hielten wir zu dieser Zeit einen Vortrag im Rahmen der „Freien-Uni“ mit dem Titel „Geschlossene Gesellschaft: Was die Schließung der europäischen Außengrenzen bewirkt hat“. Die Öffentlichkeitsarbeit hierfür war im Vorfeld ein weiterer großer Aufgabenpunkt. Am 19. September kauften wir unseren VW-Bus. Drei Tage später fand unser Benefiz-Konzert mit Stolen Twice, So not Seventy und Samuka am Güterbahnhof in Coburg statt. Die im Vorfeld gesammelten Sachspenden wurden am nächsten Tag sortiert und zusammengepackt. Am 24. September hatten wir unser letztes großes gemeinsames Event in Coburg – die Internationale Woche. Hier unterstützten wir unseren Verein Schmetterlingseffekt e.V.

Die Grafik zeigt eine chronologische Übersicht unserer Vorbereitung:

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Aktive Hilfeleistung vor Ort

Verlauf

28. September – 1. Oktober Anreise und Athen

Am 28. September fuhren Max und Johannes von Coburg nach München, um hier Henning, Laura und Kathi abzuholen. Ziel des ersten Tages war es, bis zum Projekt „Rigardu e.V.“ zu fahren. Der deutsche Verein unterstützt obdachlose Fliehende, die an Grenzen ausharren. Mit mobilen Duschen, der Ausgabe von Hygieneartikeln sowie gewaschener Kleidung und einem offenen Ohr, versuchen die Freiwilligen in Sid das Nötigste für die Menschen dort zur Verfügung zu stellen. Rigardu hat zu dieser Zeit noch in Sid (kurz hinter der kroatischen Grenze in Serbien) gearbeitet. Unser ursprünglicher Plan war es, hier im November drei Woche zu volunteeren. Bei Rigardu konnten wir unsere erste Nacht verbringen, Sachspenden abladen und haben so bereits einen kleinen Einblick in ihre Arbeit bekommen.

Nach einer weiteren Zwischenstation in Thessaloniki, erreichten wir am 30. September Athen und nahmen an einer Demonstration teil. Unter dem Slogan „Time is up“ demonstrierten tausende Menschen in mehreren europäischen Städten für eine schnellere Verteilung von Geflüchteten innerhalb der EU. Das erste Projekt, das wir ansteuerten – Habibi.Works – war eines der 73 Organisationen, die diesen Tag lange im Voraus groß planten. Dadurch wurden wir direkt mit eingespannt und halfen bei der Essensausgabe, spielten mit Kindern und wo auch immer mit angepackt werden konnte.

Am 1. Oktober arbeiteten wir bei dem Projekt „Khora“ mit.  Der griechische Verein deckt viele verschiedene Bedürfnisse von Geflüchteten ab. So gibt es hier eine Arztpraxis, Beratungsstellen, Duschmöglichkeiten und vieles mehr. Jeden Tag wird bei Khora für mehrere hundert Menschen gekocht. Das war auch unser Einsatzort für den Tag. Wir schnibbelten Gemüse, spülten ab und verteilten das Essen.

Nach getaner Arbeit machten wir uns am Abend auf den Weg nach Ioannina (nordwestliches Griechenland) – zu dem Projekt Habibi.Works. (Den Blogeintrag dazu findet ihr hier)

2. Oktober – 2. November Volunteering im Projekt Habibi.Works – Ioannina, Griechenland 

Habibi.Works versteht sich selbst als Makerspace. Die geflüchteten Menschen können zu Habibi.Works kommen und dort die vorhandenen Ressourcen nutzen, um etwas „herzustellen“. Dies kann wörtlich gemeint sein, wenn die Menschen in der Kreativecke oder einer der Holz-, Metall-, oder Nähwerkstätten Produkte selbst herstellen. Oder aber es kann im übertragenen Sinne gedeutet werden, wenn die vielen anderen Ressourcen genutzt werden, die Habibi.Works bietet. So kann Sport gemacht werden (von Krafttraining über Tischtennis bis Volleyball ist vieles möglich), es werden Sprachen gelernt, oder einfach mal das freie W-Lan genutzt. Auch ein Computerlabor mit Lasercutter und 3-D-Drucker steht den Menschen hier zur Verfügung sowie viele weitere kleine und große Erlebnisräume. Der ganze Ort Habibi.Works ist in den vergangenen zwei Jahren nach und nach zu dem geworden, was er heute ist – und er wächst weiter. Aktuell ist eine kleine Bibliothek im Entstehen.

Das absolute Herzstück von Habibi.Works ist allerdings die Gemeinschaftsküche. Hier wird täglich frisch gekocht. Für die Küche gibt es eigentlich nur eine Goldene Regel: Wenn du kochst, dann bitte so, dass es für alle reicht. Und diese Goldene Regel wurde während unserer Aufenthalts nicht ein einziges Mal gebrochen. So gibt es jeden Tag eine andere Koch-Crew, die auch immer von geflüchteten Menschen gebildet wird und für bis zu 150 Menschen kocht.  Natürlich gibt es auch immer Gesichter, die hinter der Organisation für einen solchen Ort stehen. Bei Habibi.Works ist dies ein ganzes Kollektiv an ehrenamtlichen Helfenden. Seit nun mehr als zwei Jahren gibt es diesen Ort und in dieser Zeit sind bereits mehr als hundert Helfer*innen aus ganz Europa bei Habibi.Works gewesen und haben ihre Energie mit in das Projekt gebracht, so wie auch wir dies für ein paar Wochen tun durften. Neben den kurzfristigen Helfenden gibt es aber auch ein paar Einzelpersonen, ohne die Habibi.Works nicht das wäre, was es heute ist. Mimi zum Beispiel ist bereits seit Beginn des Projektes in Griechenland vor Ort und kümmert sich um die Organisation dort. Neben ihr ist inzwischen Kiki zu einem weiteren festen Bestandteil des Teams in Ioannina geworden. Auch sie hat ihr „Leben in Deutschland“ erstmal hinter sich gelassen, um sämtliche Energie in den Alltag bei Habibi.Works zu investieren. Doch auch in Deutschland, wo der Trägerverein „Soup and Socks“ gemeldet ist, sind Helfer wie Flo ständig mit der Crew vor Ort in Kontakt und organisieren die Abrechnung, neue Spenden und die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland neben ihrem Studium oder Job. Ohne diese Menschen und deren (ehrenamtlichem) Engagement wäre ein Projekt wie Habibi.Works nicht möglich!

Doch das Entscheidendste an Habibi.Works ist für uns die Atmosphäre, die diesen Ort umgibt. Hier stehen die Menschen im Mittelpunkt. Hier wird ein Gemeinschaftsgefühl über sämtliche Grenzen der Herkunft, der Hautfarbe und der sozialen Abstammung hinweg gelebt.

Und warum Habibi.Works ein so wertvoller Ort für viele ist, wurde auch uns erst verständlicher, als uns bewusst wurde, aus welchen Umständen diese Menschen kommen. Nicht nur dass sie ihre Heimat verlassen und Erfahrungen machen mussten, die wir uns beim besten Willen nicht vorstellen können, sondern sie verlieren alles, was ihrem bisherigen Leben Stabilität gegeben hat. Sie haben meist kaum noch soziale Kontakte und verlassen ihre Heimat, in der sie häufig ihr gesamtes Leben verbrachten. Und nun finden sie sich in ihrer aktuellen Situation in Griechenland wieder. Nachdem sie ihr gesamtes bisheriges Leben hinter sich gelassen haben, kommen die meisten Menschen auf den griechischen Inseln erstmals nach Europa. Nun haben sie die Hoffnung es endlich geschafft zu haben. Doch die Wirklichkeit sieht zumeist anders aus. Sie warten auf den Inseln in viel zu kleinen Camps mit viel zu vielen Menschen darauf, dieses unwürdigen Umstände auf den Inseln verlassen zu dürfen. Oft dürfen sie erst nach Monaten, im Schlamm und Dreck im Winter oder in der erdrückenden Hitze im Sommer, weiter in Richtung Festland. Doch auch hier ändert sich ihre Situation nur marginal. Wieder kommen sie in Camps. Wieder müssen sie warten. Wieder wissen sie nicht, wie und wann es weitergehen soll. Nun haben viele das Gefühl, ihr Leben würde von der Willkür Anderer bestimmt.

Diese Menschen verlieren durch diese Prozedur häufig nicht nur die Gestaltungsfreiheit über ihr Leben, sondern häufig verlieren sie auch die Lust aufs Leben. Sie fragen sich, warum sie eigentlich nach Europa aufgebrochen sind, wenn sie hier nun so empfangen werden. Manchmal haben wir sogar Sätze gehört wie: „Lieber wäre ich in meiner Heimat geblieben, denn dieses Warten ist noch viel unmenschlicher als alle Schrecken aus der Heimat.“ Die Menschen fühlen sich nicht mehr wie Menschen behandelt. Alles was sie weiterkämpfen lässt, ist häufig die Familie. Den Kindern ein besseres Leben ermöglichen oder endlich wieder die geliebten Menschen in die Arme schließen, die sie zum Teil schon Monate wenn nicht sogar Jahre nicht mehr gesehen haben.

Nun leben diese Menschen in Ioannina oder der näheren Umgebung in einem Camp mit hunderten anderen Geflüchteten. In diesen Camps gibt es nicht viel. Eine Familie lebt in einem kleinen Container, der gerade einmal Platz für eine Küchenzeile, eine Toilette und vier Betten bietet. Außerhalb dieser Container gibt es keine sinnvollen Tagesbeschäftigungen. Die Menschen sitzen in diesen Camps und warten nur darauf, dass ihr Asylprozess voranschreitet. Auch hier möchte ich das Engagement der Helfer*innen nicht schmälern, die unter den strengen Auflagen der zumeist staatlichen oder militären Campführungen , alles versuchen, um auch hier einen Alltag zu ermöglichen. Doch häufig gestaltet sich das sehr schwierig. Mehr als ein paar Stunden Schule am Tag für die Kinder und ein oder zwei Sprachkurse in der Woche für Erwachsene sind zumeist nicht möglich.

Und genau in dieser Situation kommen sie zu Habibi.Works. Hier bekommen sie die Gestaltungsfreiheit über ihren Alltag ein Stück weit zurück. Sie können sich unter den vielen möglichen Aktivitäten aussuchen, was sie tun wollen. Sie können Energie und Kreativität ausleben und wieder selbst aktiv werden, anstatt zu warten und die Entscheidungen über ihr Leben in die Hände von Anderen zu geben.

Wie wichtig diese scheinbar banalen Entscheidungen für so viele Menschen ist, lässt sich in den leuchtenden Augen und der Dankbarkeit der Maker bei Habibi.Works sehen, wenn sie sich für wenige Stunden wieder selbst fühlen und ihre Selbstermächtigung spüren können.

Auch wir durften für mehrere Wochen ein Teil dieses wundervollen Projektes sein. Als Volunteers waren unsere Aufgabenfelder genauso vielfältig wie die Möglichkeiten vor Ort auch. Wir durften in der Küche helfen, gemeinsam mit den Geflüchteten Sport machen, oder haben Sprachunterricht gegeben. Darüber hinaus durften wir uns selbst in den unterschiedlichen handwerklichen Workshops (Näh-, Metall-, Holzworkshop) ausprobieren und dort gemeinsam mit den Geflüchteten neue Produkte herstellen. Laura und Kathi haben kreative Workshops angeboten wie Schmuck- oder Stressbälleherstellung. Außerdem waren Henning und Johannes in einem der Camps drei Mal in der Woche, um dort mit den Kindern Fußball zu spielen. Auch bei dem Entstehen der neuen Bibliothek durften wir tatkräftig mit anpacken. Zwischendurch waren wir auch Türsteher und die Person mit einem offenen Ohr für die Anliegen der Geflüchteten.

Nach dieser wundervollen Zeit bei Habibi.Works können wir nur festhalten, dass wir persönlich dort viel mehr lernen durften, als wir selbst weitergeben konnten. Die Atmosphäre bei den Makern aus aller Welt schafft ein unglaubliches Potential an Kreativität und Tatendrang, dem sich kaum jemand entziehen kann. (Mehr zu Habibi.Works erfahrt ihr bei verschiedenen Blogeinträgen. Zum Thema Kinder, Sport, Menschen haben wir in der Zeit geschrieben.)

2. – 11. November Dokumentation der Grenzen

Es ging weiter für uns. Zu Beginn unserer Ideensuche für unser Projekt erkannten wir, dass wir die Grenzsituationen auf der Balkanroute dokumentieren wollten. Während unserer Zeit bei Habibi.Works fingen wir an, uns Gedanken zu den einzelnen Zwischenstationen zu machen. Wir hatten lediglich zwei Anhaltspunkte: der Hafen Igoumenitsa und das verlassene Transitcamp Idomeni. Also fuhren wir los.

2.11. Igoumenitsa (Griechenland)

Igoumenitsa ist ein griechischer Hafen im Nordwesten des Landes. Von hier aus fahren Fährschiffe unter anderem nach Venedig, Ancona und Bari und somit stellt der Hafen eine innereuropäische Grenze dar. Viele Geflüchtete wollen, aufgrund der Situation des griechischen Staates, in Länder mit besserer Zukunftsperspektive. Seit der „Schließung“ der Balkanroute ist der Seeweg nach Italien eine der vielversprechendsten Routen. Wir waren vor Ort, um uns ein Bild von der Hafenanlage zu machen und haben das Ablegen sowie Ankommen je eines Schiffes beobachtet. Außerdem konnten wir feststellen, dass der Hafen stark bewacht und umzäunt von Stacheldraht ist. Die Menschen, die diese Grenze ohne gültige Papiere passieren wollen, verstecken sich – so Erfahrungsberichte von Geflüchteten – vor der Abfahrt der Schiffe in den LKWs oder Bussen. Geflüchtete erzählten uns, dass wenn sie erwischt werden ins Gefängnis kommen und anschließend ohne Unterstützung auf die Straße gesetzt werden würden.

3.11. – 5.11. Polykastro & Idomeni (Griechenland)

Unsere nächsten Stopps waren Polykastro und Idomeni. Die Orte an denen ab Ende 2015, durch die Schließung der griechisch-mazedonischen Grenze, inoffizielle Camps entstanden sind und auf welche die mediale Aufmerksamkeit über Wochen gerichtet war. Europäische Grenzpolizisten von Frontex und arabische Grafittis sind mittlerweile einige der wenigen Überreste der Geschichte von Geflüchteten in Idomeni. In Polykastro waren wir bei der EKO-Tankstelle, wo sich das EKO-Camp gebildet hatte und beim Hotel „Hara“. Auch hier hatte sich ein informelles Camp gebildet und das Hotel war ein zentraler Treffpunkt für Schleuser*innen in der Region. Hier haben wir wenige Überreste der Geschichte von Geflüchteten finden können.[1]

6.11. Skopje (Mazedonien)

In Skopje haben wir uns auf die Suche nach lokalen Organisationen und Projekten begeben, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Die NGO Légis ist bei unserer Online-Recherche als eine der wenigen lokalen Akteure herausgekommen. Daraufhin haben wir uns für einen spontanen Besuch in ihrem Hauptquartier entschieden. Der Präsident der NGO Jasmin Redjepi hat uns mit offenen Armen empfangen und uns eineinhalb Stunden lang zur Situation in Mazedonien und die Arbeit der NGO Rede und Antwort gestanden. Aktuell seien sehr wenige Geflüchtete in Mazedonien. Hier wolle keiner bleiben und das verstehe Jasmin auch. Außerdem hat es uns Jasmin ermöglicht am 8.11. das Transit-Camp in Tabanovce, an der mazedonischen-serbischen Grenze, zu besuchen und uns Valon Arifi als Kontakt in Serbien vermittelt. Dadurch hat sich unser nächster Aufenthaltsort ergeben.

7.11. Presevo (Serbien)

Gegen Mittag haben wir Valon in einer Pizzeria in der serbischen Grenzstadt Presevo getroffen. Mit Valon haben wir über die aktuelle Situation der Geflüchteten in der Region und in ganz Serbien gesprochen. Er selber ist seit August 2015 in der Flüchtlingsarbeit aktiv und konnte uns erzählen, wie es damals in Presevo gewesen ist, als bis zu 15.000 Geflüchtete pro Tag die Stadt durchquerten. Er selber hat damals die NGO „Youth for Refugees“ gegründet und das Café „Umbrella“[2] für Geflüchtete gestartet. In den letzten drei Jahren wurde er drei Monate für seine Arbeit bezahlt.

8.11. Tabanovce (Mazedonien)

Nachdem die Genehmigung für den Besuch des Camps am Vortag eingegangen war, sind wir vormittags zum Camp auf der mazedonischen Seite der Grenze gefahren. Zwei Tage zuvor hatte uns Jasmin von der NGO Légis erzählt, dass aktuell 13 Geflüchtete in dem Camp leben. Eigentlich sei das Camp für ca. 400 Menschen ausgelegt und zu Hochzeiten hielten sich 1200 Menschen im Camp auf und haben in den Büros der NGOs geschlafen. Es handelt sich um ein geschlossenes Camp, das die Menschen nicht verlassen dürfen.

Am Camp haben wir uns mit Driton, Fylon und Fisnik von Légis getroffen. Sie haben uns eine ausführliche Tour durch das Camp gegeben und über ihre Arbeit innerhalb und außerhalb des Camps erzählt. Am Tag unseres Besuchs war nur ein einziger Geflüchteter aus dem Tschad im Camp. Die anderen sind am Tag zuvor Richtung Griechenland aufgebrochen. Driton zufolge gebe es in letzter Zeit immer mehr Menschen, die aus Serbien zurückkommen und nach Griechenland wollen, da sie keine Hoffnung mehr haben die geschlossenen Grenzen nach Kroatien oder Ungarn zu passieren. In Mazedonien seien aktuell nur Menschen in Camps, die weder Geld noch Kraft für eine Weiterreise haben und ihre Hoffnung verloren haben Orte zu erreichen, an denen sie sich ein neues Leben aufbauen können.

9.11. Presevo (Serbien)

Anschließend hatten wir die Möglichkeit kurz das Camp in Presevo mit Valon zu besuchen. Das Camp beherbergt sowohl Familien als auch alleinstehende Männer. Unser Eindruck war, dass das Camp recht gut ausgestattet ist. Die Familien haben kleine alleinstehende Unterkünfte, die jedoch für den Winter zu kalt sind. Im Camp gibt es auch ein großes Gebäude. Hier wurden Räumlichkeiten für alle Menschen eingerichtet, sodass im Winter keiner frieren muss. Im Camp gibt es ein Volleyballfeld, einen Fußballplatz, eine Bibliothek, einen Barbier, das Café Umbrella und auch einen sehr schönen Bereich für Kinder inklusive Betreuung. Leider hatten wir auch hier – genau wie in Mazedonien – keine Erlaubnis Fotos zu machen.

Wir haben die Vermutung, dass es dieses „Vorzeigecamp“ gibt, da Serbien EU-Mitglied werden möchte. Von anderen Volunteers haben wir erfahren, dass die Situation in anderen serbischen Camps deutlich schlechter ist. Am Abend galt es Abschied zu nehmen von Valon und seinen Freunden, die uns mit offenen Armen empfangen haben und uns eine schöne Zeit in Presevo bereitet haben.

Diese Woche war für uns sowohl lehrreich als auch aufregend. Zu Beginn hatten wir Sorgen, dass die ganze Tour auf der Balkanroute scheitern könnte, da wir nur zwei Zielorte hatten. Das sich letzten Endes alles so gefügt hatte, war für uns unglaublich.

10.11. Belgrad (Serbien)

Morgens sind wir nach Belgrad aufgebrochen. Zwei Tage zuvor hatte uns das Projekt von Rigardu in Serbien abgesagt, da wir insgesamt zu viele Freiwillige gewesen wären. Dies war einerseits schade, da wir uns auf die Arbeit gefreut hatten. Andererseits wollten wir unter keinen Umständen überflüssig sein, insofern war es gut, dass sie so ehrlich waren und uns abgesagt haben. In Belgrad suchten wir nun nach einem neuen Projekt und besuchten „BelgrAid“. Unter anderem kocht dieses Projekt mehrere hundert Essen am Tag für Camps rund um Belgrad. Hier hätten wir die Möglichkeit gehabt die nächsten drei Wochen mitarbeiten zu können. Dennoch entschieden wir uns dagegen. Das Projekt hatte bereits mehr als 30 Volunteers. Eines der größten Ziele von uns war es, sinnvolle und nützliche Arbeit leisten zu können. Hier hatten wir den Eindruck, dass dies auch ohne uns gelingen kann. So orientierten wir uns noch einmal komplett um und Dan und Thomas, zwei junge Männer die wir bei Habibi.Works kennen gelernt haben, von dem Projekt „Aniko“ in Griechenland organisierten uns einen Kontakt zu Maurizio vom „Quick Response Team“ in Thessaloniki – Griechenland. (Den ausführlichen Bologeintrag findet ihr hier.)

11. November – 5. Dezember Volunteering bei dem Projekt „Quick Response Team“ – Thessaloniki, Griechenland

Was genau ist das „Quick Response Team“? Das Team, bestehend aus Freiwilligen und dem Italiener Maurizio, hat sich als Aufgabe gesetzt, Mängel in den Camps zu beheben und dadurch eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen. Gleichzeitig unterstützt das Team auch Menschen sehr individuell und besorgt Brillen oder stellt Transporte zu Anwält*innen oder Ärzt*innen zur Verfügung. Die Bedingungen in den Camps sind meistens sehr schlecht. Es gibt kaum Freizeitangebote, Bildungsmöglichkeiten und der Zugang zu Ärzt*innen ist sehr eingeschränkt. Auch für die Kinder gibt es wenig Möglichkeiten den Alltag zu gestalten. Das Quick Response Team hat dies erkannt und versucht nun die Lage der Menschen in den Camps angenehmer zu machen. Für das Team gilt, dass ein angenehmeres Leben dann entstehen kann, wenn die Atmosphäre dafür gegeben ist. Daher versucht die Gruppe die Camps zu verschönern und gleichzeitig Angebote für die Menschen zu gestalten.  hat dies erkannt und versucht nun die Lage der Menschen in den Camps angenehmen zu machen. Für das Team gilt, dass ein angenehmeres Leben dann entstehen kann, wenn die Atmosphäre dafür gegeben ist. Daher versucht die Gruppe die Camps zu verschönern und gleichzeitig Angebote für die Menschen zu gestalten.

Wir haben in drei verschiedenen Camps gearbeitet – „Kavala“, „Diavata“, „Derveni“. Das Zeltcamp Derveni war das letzte Camp auf dem griechischen Festland, das als Unterkünfte noch Zelte hatte und sollte aus diesem Grund geräumt werden. Das war zu Beginn unserer Zeit in Thessaloniki unsere erste Aufgabe und so räumten wir die Sachen des Quick Response Team in das nahe gelegene Lager.

Danach arbeiteten wir überwiegend im Camp Diavata. Indem vom Militär geführtem Camp leben ca. 650 Menschen – wovon 300 Kinder sind. Das Camp liegt, wie die meisten Camps in Griechenland, außerhalb der Stadt. Wir strichen die Schule sowie einen Teil des Kindergartens und räumten gefährliche Gegenstände sowie große Steine weg. Dies diente dazu das Camp für die Menschen sicherer zu machen. Der Fokus lag darauf die Arbeit schnell zu erledigen, um danach genug Zeit zu haben, beispielsweise mit den Erwachsenen Volleyball zu spielen oder Spielmöglichkeiten für die Kinder anzubieten. Freizeitangebote zu schaffen ist wichtig, da es für die Menschen so gut wie keine Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Camps gibt.  Außerdem liegt das Camp weit außerhalb Thessalonikis, was die Teilhabe am öffentlichen Leben nochmals erschwert. Des Weiteren kümmerten wir uns um Essens- und Hygieneausgaben.

Im Camp Kavala waren wir ungefähr einmal in der Woche. Dies ist ein Camp, das in der Stadt Kavala (ca. eineinhalb Stunden östlich von Thessaloniki) liegt. Hier leben die Menschen in Häuser und Containern.  Der Schwerpunkt unserer Arbeit lag hier in der Ausgabe von Essen und Hygieneartikeln.

Wir merkten schnell, wie unterschiedlich die Arbeit zu unserem ersten Projekt Habibi.Works war. Dies lag überwiegend an den fehlenden Utensilien und so versuchten wir mit sehr wenigen Ressourcen das Bestmögliche daraus zu machen. Außerdem waren wir hier sehr an Regeln gebunden und durften beispielsweise keine Kontaktdaten mit den Menschen austauschen oder Fotos machen. Ein Grund dafür ist der Schutz der Privatsphäre der Camp-Bewohner. Außerdem soll nicht der Eindruck entstehen, dass Geflüchtete von Mitarbeiter*innen der NGOs bevorteilt werden.

Zu Beginn unserer Zeit ereignete sich ein sehr einschneidendes Ereignis. Auf einem großen Platz in Thessaloniki trafen wir vormittags auf zwei Besucher von Habibi.Works. Es stellte sich heraus, dass eine Facebook-Veranstaltung Menschen aufrief, gemeinsam nach Mazedonien zu laufen, da die Grenzen offen seien. Es handelte sich hier um ungefähr 100 – 150 Menschen, die am Abend aufbrechen wollten. Wir hatten noch einige Sachspenden in Form von Schlafsäcken, Isomatten und Jacken in unserem Auto und entschieden uns diese zu verteilen. An dem Tag organisierten wir unter anderem bei einem anderen Projekt ein warmes Abendessen und verteilten Regenponchos. Außerdem liefen wir die erste Strecke mit den Menschen mit, bis sie von der Polizei aufgehalten wurden. (Mehr dazu hier)

5. – 8. Dezember Volunteer-Einsatz bei dem Projekt „Rigardu e.V.“ – Subotica, Serbien.

Unsere letzte Station vor der Rückreise nach Deutschland war Subotica in Serbien, nahe der ungarischen Grenze. Hier wollten wir noch ein paar Tage bei Rigardu, dem Projekt welches wir bereits bei der Anreise besuchten, mitarbeiten.  Mittlerweile waren sie innerhalb Serbiens umgezogen, da sich die Bedürfnislage geändert hatte.

Viele Menschen leben außerhalb der offiziellen Camps nahe der Grenzen. Um Subotica herum haben sich an verschiedenen Orten kleine Lager gebildet in denen Fliehende leben. Diese „Spots“ befinden sich irgendwo im Wald und bestehen aus sporadisch aufgebauten Zelten oder verlassenen Häuserruinen, in denen die Menschen schlafen und wohnen. An einem Spot leben zwischen 20 und 80 Personen. Staatliche Unterstützung kriegen die Menschen hier nicht. Dementsprechend schlecht ist auch die Lebenssituation der Menschen vor Ort.

Rigardu fährt täglich mit einem 1000 Liter fassenden Wassertank und einem mobilen Duschsystem zu den Spots nahe der ungarischen Grenze. Für die Menschen bietet Rigardu neben einer, meist warmen, Dusche auch frische Socken, T-Shirts und Unterhosen zum Tausch an. Außerdem alle möglichen Hygieneartikel, wie Zahnbürsten, Rasierer oder Seifen; Trinkwasser kann auch vom großen Tank abgefüllt werden. Meistens haben die freiwilligen Helfer*innen auch eine Autobatterie dabei, an der die Menschen ihre Smartphones laden können. Mittlerweile hat Rigardu das Angebot erweitert und verteilt auch lange Unterhosen und Pullover, um den Bedingungen im Winter gerecht zu werden. Neben unserer Hilfe vor Ort, konnten wir das Projekt noch mit einer Geldspende des Münchener Vereins „Haderner G´sellschaft“ unterstützen. Davon konnten ein neuer größerer Durchlauferhitzer, eine neue Autobatterie, sowie kurze und lange Unterhosen gekauft werden.

Leider waren wir nicht so lange in Serbien vor Ort, wie ursprünglich geplant. Aber auch in den drei Tagen war der Eindruck sehr intensiv. Wir hatten vorher schon Bilder und Berichte gesehen, wie es um die Situation der Menschen bestellt ist. Dies war aber kein Vergleich zu dem Moment, in dem man mit eigenen Augen sieht, wie die Menschen dort leben: Irgendwo im Wald, der schon zugemüllt ist durch all diejenigen, die hier auf ihre Chance gewartet haben nach Europa zu gelangen; in Zelten aus Stoffdecken und Planen; ohne fließendes und sauberes Wasser und ohne sanitäre Einrichtungen.

Max schildert seine Erlebnisse so: „Nach 4 bis 5 Stunden an der frischen Luft, war mir Anfang Dezember sehr kalt und ich war froh wieder in ein warmes beheiztes Haus zu kommen und freute mich auch schon auf eine warme Dusche. Wie viel Luxus das ist und wie wenig selbstverständlich das für andere Menschen ist, war mir noch nie so sehr bewusst, wie in den Wäldern von Serbien. Die Situation von Geflüchteten ging mir auch noch nie so nahe wie in diesem Moment. Ein Fernseher oder eine Zeitung können eben nicht so viel Verständnis und Mitgefühl schaffen, wie etwas mit eigenen Augen zu sehen und mit Menschen zu sprechen, die in dieser Situation leben müssen. Nicht nur mit erwachsenen Menschen, sondern mit Kindern! Mit einem 15-jährigen Jungen aus Afghanistan zum Beispiel, der seine Eltern verloren hat und ganz alleine auf der Flucht war. Ich musste daran denken, was ich mit 15 gemacht habe. Selten kam mir die Welt so ungerecht vor. Erst jetzt konnte ich verstehen, warum Geflüchtete davon sprechen, wie Tiere und nicht wie Menschen behandelt zu werden.“ (aus dem Blogeintrag: Ausgegrenzt und fast vergessen – die Situation fliehender Menschen an der ungarischen Grenze)

Unser Fazit

Ein Fazit für ein solch intensives Erlebnis zu schreiben ist nicht einfach. Bezogen auf unsere Gruppe war es eine Zeit in der sich zunächst einmal Menschen mit einem gleichen Wunsch gefunden hatten – nicht länger nur Zuschauer zu sein, sondern endlich aktiv zu werden. Dieser gemeinsame Grundgedanke hat uns das ganze Projekt über begleitet. Wir haben die ersten Monate viel Zeit und Arbeit in dieses Projekt gesteckt. Diese Art von Zusammenarbeit, war sicherlich nicht immer einfach, aber es hat uns alle weitergebracht. Wir haben gelernt als Team zu funktionieren. Genau dieses zusammenarbeiten wurde während unserer Unternehmung noch wichtiger. Auch wenn wir Momente hatten, in welchen wir uns nicht einig waren, haben wir Wege gefunden, um diese Stolpersteine beiseite zu schieben. Und so wuchsen wir an Herausforderungen, aber genauso auch an fantastischen Momenten sehr nahe zusammen.

Während der zehn Wochen in Projekten sowie unterwegs, haben wir viele Menschen kennenlernen dürfen. Wir haben mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen gearbeitet, die Tag für Tag alles geben und ihr ursprüngliches Leben hinter sich gelassen haben, um Menschen in Not zu unterstützen. Bei ihnen durften wir in Projekten mitarbeiten, die uns neue Arbeitsweisen und Inspiration mitgegeben haben. Aber vor allem haben wir Menschen kennengelernt, die lange Wege hinter sich haben, um hier in Europa Schutz und ein neues Zuhause zu finden. Wir haben gemeinsam gekocht, gelernt, gearbeitet und Geschichten ausgetauscht. Wir wurden von den Menschen in ihre Wohnungen und Camps eingeladen, haben mit Kindern gespielt, mit ihnen genäht, Schränke zusammengebaut, Tee getrunken und vieles mehr. Die Menschen haben uns einen Einblick in ihre aktuelle Lebenssituation gegeben und von ihrer Vergangenheit gesprochen. Und wie schon weiter oben geschrieben, bleibt am Ende das Gefühl, dass wir von den Menschen mehr mitbekommen haben, als wir ihnen geben konnten.

Unsere Nachbereitung

Fern vom Alltag trafen wir uns im Januar 2018 zu siebt im Allgäu für die Nachbereitung. Zunächst brachten wir alle Projektmitglieder auf den gleichen Stand und gingen noch einmal unsere gesamte Projektreise durch. Im Anschluss reflektierten und evaluierten wir unsere, vor der Abreise erstellten, Ziele und Prinzipien. Es stellte sich heraus, dass wir diese erfüllt haben. Dies bestätigt uns nicht nur darin, unseren eigenen Werten treu geblieben zu sein, sondern auch für weitere Vorhaben eine zuverlässige Strategie gefunden zu haben. Gleichzeitig galt es organisatorische Aufgaben zu verteilen und über die Zukunft des F.E.E.L.-Effects zu sprechen.

Unsere Zukunft

Unser nächstes Treffen fand Ende März in Coburg statt. Hier drehte sich alles rund um die Zukunft des F.E.E.L.-Effects. Wir waren uns sicher, dass wir unser Projekt in irgendeiner Art weiterführen wollen. Nach einem langen und sehr intensiven Arbeitstag steht unsere Zukunftsvision nun fest. Unser primäres Ziel ist es, eine Plattform für weitere Freiwillige zu sein. Was bedeutet das genau? Durch unseren Wissens- und Erfahrungsschatz, den wir uns im letzten Jahr angeeignet haben, möchten wir nun andere Menschen unterstützen auch bei Projekten mit dem Themenschwerpunkt „Geflüchtete und Integration“ in Europa aktiv zu werden. Dafür möchten wir ein Portfolio an Projekten zur Verfügung stellen, um so den möglichen Freiwilligen einen Überblick zu geben und sie bestmöglich mit unserem Wissen zu unterstützen. Um dies umsetzten zu können, sind wir eine studentische Initiative an der Hochschule Coburg geworden. Dadurch öffnen wir das Projekt für neue Mitglieder und sichern hoffentlich das langfristige Bestehen des F.E.E.L.-Effects an einem Standort. Außerdem heißt es nun für uns eine neue Öffentlichkeitsarbeit, neue Finanzierungsmöglichkeiten und Netzwerkstrukturen zu schaffen. Zusätzlich wollen wir auch weiterhin in Coburg Veranstaltungen organisieren, die entweder für die Situation an der EU-Außengrenze sensibilisieren oder die Inklusion Geflüchteter in Coburg unterstützen. Solange Menschen fliehen, möchten wir nicht, dass das Thema Flucht in Vergessenheit gerät.

[1] http://www.fr.de/politik/flucht-zuwanderung/schleuser-das-wasser-sucht-sich-neue-wege-a-371568

[2] https://www.youtube.com/watch?v=2cJAnLVlcXI