Fellowship, Equality, Engagement & Liberation

Hallo liebe Freunde,

Um uns hier etwas besser vorzustellen, möchten wir damit beginnen, euch unsere Überlegungen zu unserem Namen F.E.E.L.-Effect zu erläutern. Die Begriffe „Fellowship“ (Gemeinschaft), „Equality“ (Gleichheit), „Engagement“ (Engagement), und „Liberation“ (Befreiung) drücken für uns jeweils wichtige Eigenschaften unseres Projektes und einer funktionierenden Gesellschaft aus. Die Endung auf „-Effect“ stammt von unserem Verein Schmetterlingseffekt e.V. und soll im Zusammenhang mit dem Wort „feel“ unser Bedürfnis, etwas zu verändern, ausdrücken. Wir verstehen den Namen „F.E.E.L.-Effect“ als Aufforderung nach mehr Mitgefühl und Empathie, gerade für schwächere Menschen in unserer Weltgemeinschaft, sowie als Aufforderungen zu mehr Toleranz gegenüber jeder Art von Denkweisen und Standpunkten.

Viel Spaß mit den folgenden Zeilen.

Fellowship (Gemeinschaft):

Sich als eine Gemeinschaft zu verstehen bedeutet für uns, sich auf einander einzustellen, Erwartungen und Meinungen abzuklären sowie darüber zu sprechen. Sich selbst einbringen zu können, aber auch den Anderen die Möglichkeit zu geben, ihren Ideen Raum zu bieten. Eine Gemeinschaft verbindet etwas und gleichzeitig grenzt sich eine Gemeinschaft von Anderen ab. Nur so kann sie überhaupt existieren und sich in ihrem Rahmen entfalten und entwickeln.

Unsere Gemeinschaft verbindet der Gedanke, sich einzumischen sowie der Wunsch, unsere Kräfte zu bündeln, um mehr zu erreichen, als wir es alleine könnten. Doch wollen wir auch von anderen lernen, von anderen Gemeinschaften, mit anderen Zielen und Hintergründen. Wir wollen uns den gegenseitigen Respekt bewahren und in der Gruppe Halt und Bestätigung finden und gemeinsam durch Krisen gehen. Unsere Gemeinschaft soll sich gegenseitig stützen, aufbauen und Erreichtes anerkennen und wertschätzen.

Equality (Gleichheit):

Gleichheit: das heißt für uns unvoreingenommen sein, den Anderen zu respektieren, ihn zu achten in dem Wissen, dass meine Freiheit da endet, wo seine beginnt, damit auch er sich frei entfalten kann. Gleichheit heißt auch Selbstachtung. Sich nicht kleiner machen, als man ist. Gleichheit heißt gleiche Chancen, gleiche Rechte und die gleiche Würde für alle.
Gleichheit heißt nicht, sich mit den Handlungen Anderer gleich zu schalten. Gleichheit heißt auch nicht, nicht mehr kritisch zu sein und alles annehmen zu müssen. Vielmehr bedeutet sie, Verantwortung zu übernehmen, weil sie immer wieder neu ausgehandelt und diskutiert werden muss.
Wie gleich darf man Menschen schalten und wie individuell sollte man auf Einzelfälle schauen? Gleichheit ist kein Ergebnis, sondern ein andauernder Prozess, indem es darum geht, voneinander zu lernen, sich streiten zu können und dabei den gegenseitigen Respekt nicht zu verlieren.

Engagement (Engagement):

Es geht gar nicht ohne! Scheint es doch in jedem Menschen zu stecken. Engagement ist der gelebte Wille zur Veränderung. Ein Impuls, der ansteckend sein kann, der überspringt und Neues schafft.
Doch ist es deshalb selbstverständlich, sich für eine Sache zu begeistern, aufzustehen und etwas dafür zu tun? In einer Zeit, die unendliche Möglichkeiten bietet, sich selbst zu entfalten und auszuprobieren, kann es schwer sein, sich überhaupt zu entscheiden.
Was will ich erreichen? Was kann ich dafür tun? Habe ich das Beste gegeben? Was bringt es mir, mich zu engagieren, wenn ich manchmal gar nicht wissen kann, was sich durch meine Taten wirklich verändert hat?
Engagement ist überall. Nur nicht immer auf den ersten Blick als solches erkennbar. Menschen lassen sich begeistern und verändern ständig ihre Umwelt. Handeln aus guten Gründen und machen Fehler. Vielleicht gilt es, den Blick für die kleinen Dinge im Leben zu schärfen. Neue Perspektiven einzunehmen, neugierig und offen zu sein für die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie Menschen ihre Welt verändern und gestalten.

Liberation (Befreiung):

„Die Grenzen fangen im Kopf an und enden auf der Landkarte.“ – Berlin Boom Orchestra

Mit der Freiheit ist es so eine Sache. Versucht man doch immer, sie sich zu nehmen und trotzdem wünscht man sich insgeheim, dass in ihr auch eine Sicherheit liegt. Ein Versprechen, das Richtige zu tun.
Befreiung. Was soll das sein? Wen befreien? Von was? Wozu?
Vielleicht braucht es einen Anfang. Sich selbst zu befreien kann bedeuten, sich von alten Vorstellungen zu lösen, um Raum für Neues zu schaffen. Sich auf eine Suche zu begeben, ohne wirklich zu wissen, was man finden wird. Es kann bedeuten den eigenen Horizont zu erweitern. Sich dabei zu beobachten und besser kennenzulernen. Um dann mit diesen Erkenntnissen den Menschen zu begegnen.
Befreiung, das heißt nicht immer weltliche Grenzen zu sprengen. Und Befreiung sollte auch nicht auferlegt werden. Wenn dies überhaupt möglich sein sollte. Sie scheint etwas zu sein, dass von innen heraus erwächst. Das Verlangen nach Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Emanzipation. Und was für den einen Freiheit bedeutet, kann für den anderen ein Käfig sein. Es ist leicht von ihr zu sprechen, aber schwer sie wirklich zu erreichen. Aber es ist es wert, nach der Freiheit zu suchen und herauszufinden, was Befreiung für jeden selbst bedeutet.